Presse

Das Caspar-von-Saldern-Haus im Spiegel der Presse

Mittwoch, 11.06.2008: E-Mail Professor Nikolov
AKUSTIK IM SALDERNHAUS
Urteil von Professor Ventseslav Nikolov nach seinem Cellokonzert am Sonntag, 25.05.08

„Es war wunderbar, in Ihrem schönen Hause mit der ausgezeichneten Akustik zu spielen. Herzliche GrĂĽĂźe Ventseslav Nikolov“

Dienstag, 27.05.2008: Holsteinischer Courier, S. 20
DAS CELLO WURDE GEZUPFT UND GESCHLAGEN
30 Besucher beim Auftritt von Ventseslav Nikolov

„„Movements“ – so betitelte der bulgarische Solocellist Ventseslav Nikolov seinen Konzertabend im Caspar-von-Saldern-Haus. Nur 30 Zuhörer kamen zu diesem Konzert der Extraklasse. Professor an der Musikhochschule in Sofia (Bulgarien) ist er; und doch ist Ventseslav Nikolov alljährlich in Deutschland zu hören – an diesem Sonntagabend aber erstmals in NeumĂĽnster. Und vielleicht – so lässt Frau Dr. Christa Buchwald verlauten – gibt er in naher Zukunft sogar einmal einen Workshop fĂĽr begabte Cellisten unserer Stadt. „Singen Sie, singen Sie!“ wiesen viele groĂźe Dirigenten ihre Cellisten an, nur Toscanini sagte: „Tanzen Sie, tanzen Sie!“ Das wolle er tun. Sprachs und interpretierte eine „Suite populaire espagnole“ aus drei ganz unterschiedlichen Tänzen: „Aragonesa“ (volkstĂĽmlich, lyrisch), „Sarabande“ (sehr gesanglich) und „Flamenco“ (feurig). Impulsiv ist sein Spiel und doch zugleich ökonomisch. Er lässt die Musik kommen, hört und reagiert, ohne sie jemals zu zwingen. Auch moderne Werke stehen auf dem Programm: Zwei Sätze (engl.: Movements) aus der Feder Benjamin Brittens: „Serenata“ und „Marcia“. Die Serenata ist ein reines Pizzicato-StĂĽck, bei dem die Saiten also nur gezupft werden; beim Marcia hingegen wird der Bogen sogar perkussiv wie die Sticks eines Drummers eingesetzt. Die Noten einer Serenade des deutschen Avantgardisten Hans Werner Henze habe der bulgarische Zoll beschlagnahmt, so dass Ventseslav Nikolov die entstehende ProgrammlĂĽcke durch zwei bulgarische Volkslieder auffĂĽllte. Mit einem Marsch des Russen Sergej Prokofiev, den Nikolov mit groĂźer Intensität anging, als wolle er ein ganzes Orchester imitieren, ging es in die Pause. Eine tänzerische Gavotte und ein hochromantisches Largo aus einer Cello-Suite Max Regers, die dieser während eines Kuraufenthalts schrieb, wiesen Nikolov als ausdrucksstarken Romantiker aus. Gerade im Largo lebte er die verschiedenen Stimmungen – von intimer Zartheit bis zu vorwärts stĂĽrmender Dramatik – aus und ĂĽberzeugte durch einen groĂźen romantischen Ton. Schluss- und Höhepunkt des Abends waren verschiedene Sätze (eben Movements) aus mehreren Cello-Suiten Johann Sebastian Bachs. Hier ĂĽberzeugten vor allem der lebendige Puls und die sonore Tongebung. Aus der Zeit dieses bedeutenden Komponisten stammt ĂĽbrigens auch das Instrument, auf dem Ventseslav Nikolov spielte: ein Violoncello des venezianischen Instrumentenbauers Matteo Goffriller aus dem Jahr 1726. SVEN THOMAS HAASE“

Dienstag, 22.04.2008: Holsteinischer Courier, S. 17
DIE GANZE JAZZ-GESCHICHTE IM SALDERN-HAUS
Armin Diedrichsen und Sven Selle brachten gut 40 Zuhörern im Caspar-von-Saldern-Haus die Geschichte des Jazz auf charmante Weise näher.

„Angefangen hat es mit dem Jazz - daran lieĂź Moderator Armin Diedrichsen keinen Zweifel - im Bordell, steht doch das ursprĂĽngliche Wort "jass" fĂĽr sexuelle Erregung. Der Blues als eine der ersten Ausprägungen des Jazz steht zugleich fĂĽr ein LebensgefĂĽhl: unterlegen und verzweifelt zu sein, aber zugleich aufbegehrend. "St. Louis Blues" von William Christopher Handy war denn auch das erste Klangbeispiel, das Pianist Sven Selle mit beherztem Zugriff zu Gehör brachte. Im "Westend-Blues" von King Oliver demonstrierten beide KĂĽnstler die sogenannte Call-Response-Praktik der Zeit: Auf die Zurufe Sven Selles antwortete Armin Diedrichsen mit improvisierten Kopfstimmsoli. In lockerem Dialog zwischen den beiden Akteuren erfahren die gut 40 Besucher im Caspar-von-Saldern-Haus etwas ĂĽber die Kennzeichen des Jazz: triolischer Rhythmus, pochende Bässe und charakteristische Skalen. Sogar zum Mitmachen wird das Publikum aufgefordert: Ein Experiment zum Off-Beat macht körperlich erlebbar, was den Jazz ausmacht. In den 30er-Jahren kamen die ersten Big Bands auf, in denen Arrangeur und Solist die kreativ Gestaltenden waren, die anderen die "Satzmusiker". Bis heute kennt jeder sportbegeisterte Fernsehzuschauer eine Schlussfloskel der "Count Basie Big Band", die Musik zum "Aktuellen Sportstudio". Benny Goodman war der erste, der bereits in den 30er-Jahren schwarze und weiĂźe Musiker zusammen in einer Big Band spielen lieĂź. Höhepunkt vor der Pause war "Lady be good" von George Gershwin, das Armin Diedrichsen kräftig und stilsicher intonierte. Herrlich, wie Pianist und Sänger sich am Ende das "be good...to me" streitig machten. In den 40er-Jahren kam dann der Bebop auf. Der Name steht lautmalerisch fĂĽr das Tritonus-Intervall von hoch nach tief, das fĂĽr diese Stilrichtung bestimmend war. Bebop sollte schräg und hart klingen. So kam es zur Entfremdung vom Publikum; und tanzbar war diese Musik auch nicht. Mit Miles Davis ging es zum Cool Jazz ĂĽber, bis die Entwicklung ĂĽber Hardbop, Funk und Freejazz langsam unĂĽbersichtlich zu werden begann. Eine eigene, durchaus beachtenswerte Komposition von Sven Selle rundete den Abend ab. Er zeigte sich als äuĂźerst versierter Pianist in den verschiedenen Stilrichtungen des Jazz, wirkte allerdings oft bemĂĽht und etwas zu angespannt. Vielleicht lag dies auch am eher steifen Ambiente im ehrwĂĽrdigen Caspar-von-Saldern-Haus: SchlieĂźlich spielte er nicht in einem New Yorker Jazzclub. Umso lockerer plauderte dafĂĽr Armin Diedrichsen daher. Sven Thomas Haase “

Dienstag, 01.04.2008: Holsteinischer Courier, Neumünster, S. 14
50 QUADRATMETER FĂśR VOIGT
Caspar-von-Saldern-Haus erhielt stattliche Spnde

„Die Vorsitzenden des Fördervereins steckten das Areal persönlich mit Flatterband ab: Vor dem Caspar-von-Saldern-Haus maĂźen Gerd Sigel und Uli Wachholtz gestern 50 Quadratmeter aus und ĂĽbergaben sie symbolisch an Henning Voigt, GeschäftsfĂĽhrer von Voigt Logistik. Das Unternehmen wird heute 75 Jahre alt. Voigt verzichtete auf einen groĂźen Empfang und spendete stattdessen 10 000 Euro fĂĽr das Saldern-Haus. ' Hier werden Tradition und Kultur sehr schön miteinander verknĂĽpft. Das möchten wir fördern', sagte Voigt bei der Ăśbergabe des ĂĽberdimensionalen Schecks an den Vorstand des Vereins. Das Geld soll in die Wiederherstellung der historischen Auffahrt des Hauses flieĂźen, wie sie vor 250 Jahren ausgesehen hat. Spender können zurzeit mit 200 Euro die Pflasterung eines Quadratmeters sichern (der Courier berichtete). Zum Jubiläum lieĂź Voigt die Geschichte des Unternehmens in einem Buch verewigen. Die 1000 Exemplare bekommen Mitarbeiter und Kunden, so Voigt. tg“

Dienstag, 01.04.2008: Kieler Nachrichten, Neumünster-Großenaspe, S. 29
SPENDE FĂśR WIRTSCHAFTSHOF

„Das Caqspar-von-Saldern-Haus rĂĽckt seinem Originalzustand noch ein StĂĽck näher. Henning Voigt brachte gestern den Vorstandsmitgliedern des Fördervereins, Renate Werner, Gerd Sigel und Uli Wachholtz einen Scheck ĂĽber 10 000 Euro. Von der Spende der Firma Voigt Logistik in NeumĂĽnster können 50 Quadratmeter Rasen gepflastert werden. Der historische Wirtschaftshof vorm Haus soll nämlich wie anno 1746 wieder entstehen. Die Firma Voigt Logistik ist 75 Jahre alt. 'Wie sollen wir das Jubiläum feiern? Statt einen groĂźen Empfang zu geben unterstĂĽtzen wir lieber die Kultur in NeumĂĽnster', erklärte GeschäftsfĂĽhrer Voigt, der auch Förderer des Hauses ist. Seine Spedition, die als kleines Familienunternehmen im pommerschen Pyritz anfing, beschäftigt heute 500 Mitarbeiter und hat 250 Lkw. (Einmal)“

Dienstag, 18.03.2008: Holsteinischer Courier, S. 19
EIN KLAVIER VERTRĂ„GT AUCH ZWEI SPIELER
Irina und Arnold Nevolovitsch aus Lübeck begeisterten mit ihrem vierhändigen Spiel auf dem Piano.

„NeumĂĽnster - (H. Friebel) - Vierhändige Sätze am Klavier haben ihren Reiz. Und wenn sich im Caspar-von-Saldern-Haus ein Pianistenpaar wie Irina und Arnold Nevolovitsch vorstellt, dann liegt die Ausschöpfung dieses Genres nahe. SchlieĂźlich sind die beiden LĂĽbecker nicht nur preisgekrönte Pianisten, Arnold Nevolovitsch betätigt sich auch erfolgreich als Komponist und Bearbeiter von Sätzen fĂĽr das vierhändige Spiel. In ihrem Konzert vor leider nur knapp 40 Besuchern wollten beide einen breiten Bogen vom Barock bis zur Moderne schlagen. Das geht natĂĽrlich nur, wenn die StĂĽcke kurz gehalten sind. ' FĂĽnf Minuten wollen wir nicht ĂĽberschreiten ' , versprach Arnold Nevolovitsch. Ein reizvolles Konzept, das durchgängig eingehalten wurde und fĂĽr Schwung sorgte. Langsames Spiel ist ohnehin nicht die Sache der beiden gebĂĽrtigen St. Petersburger. Schwungvoll und tongewaltig, aber immer exakt, eben russisch, fĂĽhrten sie ein ums andere Mal die Akustik des Saales an die Grenzen. Dabei ging zunächst der Reigen von Bach bis Brahms durch den westlichen Teil Europas, um nach der Pause in Russland zu landen. Besonders beeindruckend war die Bearbeitung der ' Bilder einer Ausstellung ' von Mussorgsky. Zudem wusste Nevolovitsch zum Abschluss des Programms auch mit eigenen Werken zu ĂĽberzeugen. Dabei wurde einmal mehr bewiesen, dass Originalkompositionen fĂĽr das Instrument immer noch zu den besten Ergebnissen fĂĽhren. Bei Bearbeitungen geht doch eine Menge verloren, etwa wenn Orchesterwerke auf ein Soloinstrument herunter transferiert werden. Oft bleibt da nicht viel mehr als der Wiedererkennungswert. So ist Händels ' Wassermusik ' - selbst vom Ehepaar Nevolovitsch dargeboten - auf dem Klavier nur StĂĽckwerk. Doch die fĂĽr vier Hände komponierten Sätze begeisterten. “

Dienstag, 26.02.2008: Kieler Nachrichten, Holsteiner Zeitung, S. 28
PULP DEINE GNEISE!

„NeumĂĽnster (J. Köster) "Pulp Deine Gneise!" - fĂĽr sich allein gibt dieser Satz Rätsel auf. Doch seine Bedeutung war vollkommen klar fĂĽr die Zuschauer im Caspar-von-Saldern-Haus, die am Sonntag das Programm "Best of Handlungen" vom Marc-Schnittger -Figuren-Theater sahen. Gemeinsam mit Arne Bustorff brachte Marc Schnittger 15 Einzelszenen auf die PuppenbĂĽhne, die feinhumorig und nicht selten etwas schräg Sinn und Unsinn des täglichen Lebens beleuchteten. Die Sprache einiger Szenen war die Kunstsprache Gerhard Menschings, die ohne Körpersprache und Betonung vollkommen sinnlos erscheint - eben wie: " Pulp Deine Gneise!" Und obwohl Schnittgers Puppen einfach erscheinen, weil sie nur aus einer Hand im Handschuh und einem Puppenkopf mit den nötigen Details bestehen, verfĂĽgen sie dank der Fingerfertigkeit der Puppenspieler tatsächlich ĂĽber eine variantenreiche " Körper"-Sprache. Dazu die Betonung der Unsinn-Sätze Gerhard Menschings, und jedem im Saal war klar: " Pulp Deine Gneise!" ist eine unmissverständliche Aufforderung zum Degen-Gefecht auf Leben und Tod - Teil eines kompletten kleinen Dramas um Liebe, Leidenschaft und Betrug. Das Publikum amĂĽsierte sich, ging mit und war entzĂĽckt. " SĂĽĂź!" war ein mehrfach gehörter Ausruf. “

Montag, 21.01.2008: Holsteinischer Courier, S. 12
EIN KONZERT FĂśR DIE FAMILIE
Zum Auftakt der Konzertreihe 2008 im Caspar-von-Saldern-Haus gastierte das Hindemith-Quintett mit einem hörenswerten "Familienkonzert".

„NeumĂĽnster (Sven Thomas Haase): „ Warm, ĂĽppig, aber nie aufdringlich - so erlebten rund 50 Zuhörer im Caspar-von-Saldern-Haus den Klang des Bläserensembles aus der Mainmetropole. Zum Konzertauftakt spielten die Bläsersolisten des Frankfurter Opernhauses eine Joseph Haydn zugeschriebene „Feldpartita“, eigentlich fĂĽr ein doppelt besetztes Quintett. Während der Eröffnungssatz in Haydnscher Divertimentomanier komponiert war, verriet das vergleichsweise schlicht komponierte Rondo eine andere Verfasserschaft. Spannend – nicht nur fĂĽr die kleinen Besucher – war die Vorstellung der Instrumente; Charmant erzählte Professor Diethelm Jonas aus LĂĽbeck, der fĂĽr den erkrankten Oboisten des Ensembles eingesprungen war, Interessantes zur Gattung des Bläserquintetts und ihren beiden höchsten Instrumenten – Querflöte und Oboe, bevor die Solisten an Fagott, Klarinette und Horn ihre Instrumente vorstellten. Die Kinder errieten den Vogel, die Katze und den GroĂźvater aus „Peter und der Wolf“, während Diethelm Jonas selbst eine verzaubernde Interpretation der „Metamorphose“ von Benjamin Britten bot. Im zweiten Teil glänzte das Ensemble mit Sätzen aus „Carmen“ von Georges Bizet in Bearbeitung fĂĽr Bläserquintett. Perfektes Zusammenspiel, klare Gestaltung musikalischer Entwicklungslinien, ansprechende und originelle Gestaltung sind nicht nur Zeichen der GĂĽte des Quintetts, sondern verrieten auch, dass das Ensemble mit diesem Programm bereits seit einigen Tagen unterwegs ist. Schön, dass das Hindemith-Quintett auch in NeumĂĽnster zu hören war“. Sven Thomas Haase “

Montag, 09.07.2007: Holsteinischer Courier, S. 11
Heisser Flamenco im Saldern-Haus
Mehr als 300 Besucher amĂĽsierten sich bei spanischen Rhythmen auf dem Sommerfest am Haart

„Mit Flamenco-Musik, einer rassigen Tänzerin und sĂĽdamerikanischen Hits feierten ĂĽber 300 Gäste im Caspar-von-Saldern-Haus ein schwungvolles Sommerfest. Eingeladen hatte dazu der CvS-Förderverein. Eigentlich sollte der festliche Abend im herrlichen GrĂĽn des Parks vor dem hiostorischen Gebäude ĂĽber die BĂĽhne gehen. Doch das nasskalte Wetter liess das nicht zu. Bereits am Nachmittag hatten Johannes Kux und Gerd Sigel vom Förderverein die Planung umgestossen und die BĂĽhne schnellstens in den Konzertsaal verlagert. Bevor das Flamenco-Ensemble "Gota de Fuego" mit seiner rassigen Tänzerin Iris Caracol das Publikum zu BegeisterungsstĂĽrmen hinriss, wurde Peter Rodenbeck als 200. Mitglied des Vereins von Renate Werner mit einem Blumenstrauss geehrt. ' Der Förderverein hat sich mit seinem Engagement fĂĽr das Caspar-von-Saldern-Haus grosse Verdienste um den Erhalt eines der wichtigsten historischen Gebäude dieser Stadt gemacht ', deshalb sei er Mitglied geworden, erklärte der NeumĂĽnsteraner. Danach startete die Flamenco-Show. Zunächst spielte einer der beiden Gitarristen eine leise andalusische Ballade. Das Publikum nahm davon keine Kenntnis und plauderte fröhlich weiter. Das rief die Tänzerin Caracol auf den Plan. Sie klatschte herrisch zwei Mal in die Hände, rief ' Silentium' und grummelte ein drohendes 'por favor' hinterher. Augenblicklich erstarben die Gespräche. Bereits nach dem ersten Auftritt der eleganten Tänzerin mit fliegenden Rockschössen und vehementem Fussgestampfe wurde der Konzertsaal zu einer spanischen Stierkampfarena. Mit lautem ' OlĂ© ' und Bravissimo-Rufen wurde jede Schrittkombination der hoch gewachsenen Iris Caracol kommentiert. Kulinarische Leckereien und edle Getränke wurden derweil im Gartensaal verköstigt. Ein ausrangiertes Segel einer Hochseeyacht bot im Park gegen die RegenstĂĽrme den Abgehärtesten genĂĽgend Schutz. ' Die aufwändigen Renovierungsarbeiten am Haus sind beendet ' gab der Schatzmeister des Fördervereins, Johannes Kux, bekannt. Bis auf den Eigenanteil des Fördervereins in Höhe von 15 000 Euro an der kĂĽrzlich eingebauten Wendeltreppe, seien alle Handwerkerrechnungen beglichen. Mit sĂĽdamerikanischen Hits der Sängerin Mo Casal und ihrer Band klang das Sommerfest aus. “

Montag, 09.07.2007: Kieler Nachrichten, Nr. 157, S. 25
Spontanes "Olé" zum Flamenco

„Die unbeständige Witterung zwang die Veranstalter, das Sommerfest des Caspar-von-Saldern-Hauses in NeumĂĽnster aus dem Park in das Gebäude selbst zu verlegen, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. ' Caspar meets Carmen ' war das Motto, und feurig-spanisch ging es beim Flamenco von Iris Caracol von der Hamburger Flamenco-Formation ' Gota de Fuego ' zu. Die international zusammengsetzte Gruppe brachte mit ihren Klängen sĂĽdländische Leidenschaft und Lebensfreude ins Saldern-Haus und entlockte so manchem Gast auch ein spontanes ' OlĂ©! ' Auch das kulinarische Angebot weckte mit Paella und anderen mediterranen Köstlichkeiten und kräftigem spanischen Wein die Sehnsucht nach Sonne und Urlaub. Weiter ging es später am Abend mit ' Mo Casal and Freinds ', die ebenfalls mit sĂĽdlichen Kölängen verwöhnten. “

Dienstag, 05.06.2007: Holsteinischer Courier, S. 17
Akustikumbau scheint gelungen
Konzertsaal des Caspar-von-Saldern-Hauses präsentiert sich mit verbessertem Raumklang

„Hat sich die 11.000 Euro schwere Investition in den Akustikumbau des Konzertsaales gelohnt oder nicht? Mit Spannung erwartete am Sonntag Gerd Sigel vom Förderverein Caspar-von-Saldern-Haus das Plazet der Konzertgäste. Schon beim Betreten des Saales war vielen von ihnen aufgefallen, dass der zuvor beklagte extreme Nachhall des Raumes der Vergangenheit angehört. ' Schon beim Plaudern klingt der Raum anders als zuvor. Der Hall ist futsch ', lobte Siegfried Horn. Die Feuertaufe fĂĽr den renovierten Saal, der Nachweis, dass die Operation ' Akustikumbau ' gelungen ist, hätte nicht schwieriger ausfallen können. Das Querflötensextett ' Flautomania ' spielte auf. Bearbeitungen von OpernouvertĂĽren, Klavierwerken und atemberaubende Arrangements von Klassikern des kubanischen Saxophonisten Pacco D ' Rivera erklangen. Das verwendete Instrumentarium reichte von der Picolo-Flöte bis hin zur selten gespielten Bass-Querflöte. ' Fantastische Technik und Zusammenspiel ', zollte Elke Andersen, Querflötenlehrerin der Musikschule, den sechs Musikerinnen ihr Lob. ' Wir werden bei weiteren Konzerten hören, ob die Akustikverbesserung ausreicht. Wenn nicht werden wir nachbessern ' , kĂĽndigte Gerd Sigel an. “

Dienstag, 08.05.2007: Holsteinischer Courier, S. 18
Meisterliches mit Cello und Cembalo
Duo spielte im Caspar-von-Saldern-Haus / 80 Zuhörer spendeten begeistert Beifall

„Einen musikalischen Leckerbissen aus barocker Zeit servierte der Förderverein des Caspar-von-Saldern-Hauses am Sonntagabend. Die Musiker Inken Ewertsen (Cello) und Torsten Johann (Cembalo) verzauberten ihr Publikum mit Werken aus dem Spätbarock. Rund zwei Stunden lang lauschten 80 Zuhörer im Saal des historischen Gebäudes gebannt dem brillianten Zusammenspiel. Das Duo spielte auf Instrumenten, die den Originalen von einst nachgebaut wurden - ein leichteres Cembalo mit Messingsaiten; das Cello sei mit Darm -, nicht wie ĂĽblich mit Stahlsaiten bespannt, es fehle auch der ' Stachel ' zum StĂĽtzen, erläuterte Johann. Wie meisterlich sie ihre Instrumente beherrschten, bewiesen beide in SolostĂĽcken. Ewertsen breitete in der Solo-Suite Nr. 1 von Johann Sebastian Bach die wundervolle Bandbreite des Cellos von dramatischen Stimmungen bis hin zum beschwingten Tanz eindrucksvoll aus. Die gebĂĽrtige NeumĂĽnsteranerin ist Solo-Cellistin des PreuĂźischen Kammerorchesters, spielte auch in der Internationalen Orchesterakademie Bayreuth und der Camerata Salzburg. Sein Können als ' Meister der Tasten ' demonstrierte Johann bei der Solo-Toccata Nr. 3 in e-Moll von Bach, bei der sich perlendes Improvisieren mit streng polyphon fugierten Phrasen in rasantem Tempo abwechselten. Johann ist Cembalist bei dem Freiburger Barockorchester. Als ein Beispiel fĂĽr den französischen Einfluss auf deutsche Komponisten folgte eine heiter-leichte Sonate von Georg Philipp Telemann. Technisch anspruchsvoll meisterten die zwei die Sonate Nr. 5 in a-Moll von Jacob Klein mit präzisen Einsätzen, rasanten Lagewechseln und filigranem ' Wirbel ' des Cembalos. Zwei Sonaten des einst europaweit konzertierenden Komponisten Francesco Geminiani umrahmten das Konzert. Prasselnder Beifall zeigte, wie sehr das Konzert allen gefallen hatte. ' Wunderschön! ' lauteten die begeisterten Kommentare.“

Freitag, 27.04.2007: Holsteinischer Courier, S. 15
Caspar-von-Saldern-Haus: Jetzt geht es richtig los
Förderverein informiert über die geplanten Aktionen in diesem Jahr

„ Solide Finanzen, ein hochkarätiges Kulturprogramm, UnterstĂĽtzung von vielen Seiten: Das vergangene Jahr stand fĂĽr den Caspar-von-Saldern-Förderverein im Zeichen des Erfolgs. Die Mitglieder des Vorstands strahlten am Mittwochabend mit der Abendsonne um die Wette. Auf der Jahreshauptversammlung gab es einen erfreulichen RĂĽckblick sowie einen Ausblick auf anstehende BaumaĂźnahmen und die Veranstaltungen dieses Jahres. Im Mai , regieren ' wieder die Bauarbeiter: Eine Edelstahltreppe im Kleinen Saal löst das lang diskutierte Problem des zweiten Rettungswegs. Die Akustik werde mit Kästen an der Decke verbessert, berichtete der Vereinsvorsitzende Gerd Sigel. Er schwärmte zudem: , Der FuĂźboden ist traumhaft geworden.' Eingebaut ist jetzt auch die funkgesteuerte Beleuchtung. , Die Treppe hinten war mal vorne...', frotzelte Sigel - und dorthin soll sie auch wieder versetzt werden. Angedacht ist eine groĂźe Holzterrasse zum Garten hin, der ebenfalls umgestaltet werden soll. Im Rahmen eines EU-Projekts werden Malergesellen aus dem ganzen Land die TĂĽren fachgerecht neu streichen. Angesichts des Spendenaufkommens von 125 000 € und vieler Helfer war der Dank an alle, die durch Geld oder Arbeitskraft dieses GroĂźprojekt mit realisierten, fĂĽr den Vorstand an diesem Abend das Wichtigste. FĂĽr die Investitionen 2007 steht ein Vermögen von fast 55 000 € zur VerfĂĽgung, die unter anderem in die Wendeltreppe, den Garten und die Veranstaltungen flieĂźen. Letztere starten am Sonntag, 6. Mai, mit einem hochkarätigen Konzert mit Inken Ewertsen (Cello) und Torsten Johann (Cembalo). Es folgen das Flötensextett , Flautomania ' (3. Juni), das Sommerfest des Vereins unter dem Motto , Caspar meets Carmen ' (6. Juli) und Barockmusik beim Schleswig-Holstein Musik Festival (25. August). Mehr Informationen im Internet: www. caspar-von-saldern.de Der politisch kurz diskutierte Verkauf des Hauses war an diesem Abend kein Thema. Gerd Sigel, der wie Finanzexperte Johannes Kux unter Beifall im Amt bestätigt wurde, winkte ab: , Da hatten wir den Mietvertrag schon. Das war fĂĽr uns alles schon in trockenen TĂĽchern. ' “

Sonnabend, 03.02.2007: Holsteinischer Courier, Seite 9
Endlich geht es weiter im Saldern-Haus.
Der Streit um die Fluchttreppe im Caspar-von-Saldern-Haus ist beigelegt.

„Das Landesamt fĂĽr Denkmalschutz und der CvS-Förderverein einigten sich auf einen neuen Standort fĂĽr eine Innentreppe: Endlich ist das Tauziehen beendet. Gerd Sigel vom Förderverein Caspar-von-Saldern-Haus atmet erleichtert auf. Das Landesamt fĂĽr Denkmalschutz hat bei einem Ortstermin nach nur 15 Minuten seinen Widerstand gegen eine Wendeltreppe im 1746 erbauten historischen Hauptgebäude aufgegeben. ... Damit ist die ursprĂĽngliche Planung einer Fluchttreppe aus dem Obergeschoss in den Konzertsaal im östlichen SeitenflĂĽgel vom Tisch. Der Förderverein hatte gegen diese Planung gekämpft. BegrĂĽndung: Die Nutzung des Saals fĂĽr Konzerte wäre nicht mehr möglich gewesen. ... Folge: Der Umzug der Musikschule ins CvS-Haus lag auf Eis. Jetzt sind die Weichen gestellt. Voraussichtlich in den Osterferien wird die Talentschmiede in die Edelimmobilie einziehen.“

Dienstag, 30.01.2007: Holsteinischer Courier, Seite 13
FDP-Chef lenkt ein: Koalition mit CDU gerettet

„Beide Parteien verständigten sich in einer Nachtsitzung im Rathaus: Das Caspar-von-Saldern-Haus soll nicht verkauft werden.“

Sonnabend, 27.01.2007: Holsteinischer Courier, Seite 12, Spalte 7
CDU gegen Verkauf

„Ein Verkauf des Caspar-von-Saldern-Hauses kommt nicht in Frage. Das versicherte NeumĂĽnsters CDU-Chef Torsten Geerdts. ... Die vielen Handwerker und Spender, die bisher Arbeitsleistungen, Sach- und Geldspenden von 300 000 € fĂĽr das Saldernhaus aufgebracht haben, sollen wissen: Mit uns ist ein Verkauf nicht zu machen.“ Anmerkung am Schluss der Meldung: Die CDU stellt die Mehrheit im Rat.“

Sonnabend, 20.01.2007: Holsteinischer Courier, Seite 10
Die geheimen Sparpläne des OB

„Gegen Mittag erhielten die 43 Mitglieder der Ratsversammlung gestern von den Boten der Stadtverwaltung eine brisante Lieferung: das mit Spannung erwartete Geheimpapier von OberbĂĽrgermeister Hartmut Unterlehberg (SPD). Es enthält 59 Vorschläge, wie der städtische Haushalt konsolidiert werden kann.“

Sonnabend, 20.01.2007: Kieler Nachrichten, Holsteiner Zeitung, Seite 32
Unterlehbergs Spar-Liste geht ans Eingemachte

„Verkauf des Caspar-von-Saldern-Hauses und des Volkshauses Tungendorf, Verzicht auf das GAZ, Erhöhung der Gewerbesteuer...- das sind nur einige Kostproben aus der Spar-Liste von OberbĂĽrgermeister Hartmut Unterlehberg fĂĽr NeumĂĽnsters Etat 2007/2008.“

Sonnabend, 20.01.2007: Kieler Nachrichten, Holsteiner Zeitung, Seite 32
ZerknĂĽllten Brief von 1893 entdeckt
Bauarbeiten im Saldernhaus gehen weiter

„Ein ĂĽberraschendes FundstĂĽck aus dem vorvergangenen Jahrhundert konnte gestern der Förderverein Caspar-von-Saldern-Haus präsentieren, als Jan-Tobias BĂĽll fĂĽr die Sparkasse SĂĽdholstein einen 10. 000-€-Scheck ĂĽberreichte. ... Und Sigel und Vorstandsmitglied Johannes Cux wussten auch schon, in welches gestalterische Element fĂĽr das architektonisch wertvolle Saldernhaus die Sparkassen-Spende einflieĂźen soll: Der Verein, dem mittlerweile 192 Förderer angehören, möchte Zufahrt und Haupt-Aufgang vom Haart originalgetreu wiederherstellen.“

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